E-Jugend muss herbe Niederlage einstecken
Fußball: In einem turbulenten Spiel beim FCR Bramsche unterlagen die aufgewühlten Venner mit 1:10
Völlig von der Rolle war unsere E-Jugend bei ihrem Spiel gegen den FCR Bramsche. Sie verloren ihr Spiel mit 10:1 Toren. Dass diese Niederlage so hoch ausfiel, lag auch an dem Schiedsrichter, den der gastgebende Verein stellte. Er war zwar nicht schuld an der Niederlage, denn die Bramscher Mannschaft war deutlich überlegen, aber das ein oder andere Tor wäre nicht gefallen. Durch die Fehlentscheidungen, die zum Teil haarsträubend waren, ließen sich die Venner Zuschauer und Trainer dazu verleiten, lautstarke Kommentare in das Spiel zu rufen und brachten vermutlich auch damit die Mannschaft aus dem Konzept. Zum Spielverlauf: Bramsche machte von Anfang an das Spiel mit guten Doppelpässen und schnellen Kontern.
So fiel bereits in der 3. Minute das 1:0 für den Gastgeber. In der 17. Minute erhöhte Bramsche mit einem Abseitstor auf 2:0. Dass man in der E-Jugend bereits mit der Abseitsregel spielt, war dem Schiedsrichter wohl entfallen, denn in der kompletten 1. Halbzeit wurde kein Abseits gepfiffen. Dies änderte sich erst in der zweiten Hälfte. Vielleicht hatte jemand den Schiedsrichter in der Halbzeit über diese Regel aufgeklärt. In der 20. Minute traf ein Bramscher Spieler nicht den Ball, sondern den Kopf von Philipp Schmidt. Dieser lag auf dem Boden, aber der Schiedsrichter unterbrach das Spiel nicht. Auch auf Zurufe der Venner Seite reagierte er nicht. Als das Spiel dann endlich unterbrochen war, rief der Schiedsrichter den Vennern zu: „Ich kann das Spiel nicht unterbrechen, solange das Spiel läuft und der Ball nicht im Aus ist!“ Es war nur gut, dass sich Philipp bei dieser Aktion nicht ernsthaft verletzt hat. Denn wäre es so gewesen, wäre kostbare Zeit verloren gegangen, um ihm helfen zu können. Da fragt man sich doch, was ist wichtiger? Ein Spiel in der Kreisliga oder die Gesundheit der Spieler? 3 Minuten später wird Adrian Meyer direkt im Strafraum von Bramsche gefoult. Was gibt der Schiedsrichter? Er gibt einen direkten Freistoß für Venne. Diesen verwandelt Lars Klöppel glücklicherweise aus 5 Meter Torentfernung zum 2:1, denn der eigentliche Strafstoß blieb der Mannschaft ja verwehrt. Durch einen schnellen Konter der Bramscher fiel das 3:1. Mit diesem Ergebnis ging man in die Halbzeit.
Unsere Spieler waren total verunsichert und wütend, denn die Spieler kennen Fußballregeln und waren auf den Schiedsrichter sauer. Deshalb fand unsere Mannschaft auch nicht zu ihren Stärken im Spiel zurück. In der zweiten Hälfte fielen dann weitere 7 Tore für Bramsche. Das 10:1 in der Schlussminute soll aber noch erläutert werden. Ein Bramscher Spieler verletzt sich bei einem fairen Zweikampf im Venner Strafraum. Er liegt am Boden. Auf sofortigen Zuruf des Venner Trainers schießt Venne den Ball ins Aus, damit der Bramscher Trainer die Möglichkeit hat, sich um seinen Spieler zu kümmern, denn, das war ja jetzt bekannt, der Schiedsrichter unterbricht das Spiel nicht wegen eines verletzten Spielers. Bramsche wechselt aus und wir erwarten Einwurf der Gegner zu unseren Gunsten. Doch was macht der Schiedsrichter? Er nimmt den Ball, geht damit an die Stelle, wo zuvor der Spieler gelegen hat und gibt Hochball. Aus diesem Hochball resultiert das letzte Tor.
Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen vom FCR Bramsche mit diesem Schiedsrichter ins Gespräch kommen und sie ihm nicht noch eine gute Schiedsrichterleistung attestieren. Denn als Schiedsrichter sollte man die Regeln kennen, bevor man auch noch im Schiedsrichteroutfit aufläuft.
Zum Schluss sei gesagt, dass die Venner Mannschaft zu Recht verloren hat, denn der Gegner war klar besser. Doch die Umstände hierfür geben einen bitteren Beigeschmack.
Jutta Meyer am Mittwoch, den 30. April 2008 um 21:12 Uhr
