Venner Tischtennissportler auf großer Fahrt
Tischtennis: Kultur und Natur „pur“ erlebte die Reisegruppe des TSV auf ihrer diesjährigen Tischtennisfreizeit in Dresden
Alles begann auf dem Osnabrücker Bahnhof; da ging es im bequemen IC über Hamburg bis Berlin. Dann wurde es nostalgisch, der Regionalexpress über Riesa bis Dresden führte mitten durch den Fläming. Am Ziel angekommen und gestärkt ging es dann auf Entdeckungstour durch die Altstadt. Wer es noch nie gesehen hatte, war fasziniert von der Schönheit und den prachtvollen Bauwerken. Von der Brühlschen Terrasse ging der Weg zum Symbol der Musikstadt Dresden, der Semperoper, davor das Reiterstandbild von König Georg von Sachsen. Weiter führte der Weg zum Zwinger. Gigantisch anzusehen das reich verzierte 36 m hohe Kronentor; einer der drei Eingänge in den Zwingerhof. Über den Schlossplatz, vorbei an der Kath. Hofkirche bis zum „Fürstenzug“, wo auf 25000 Meißner Porzellanfliesen alle sächsischen Könige und Kurfürsten des Hauses Wettin dargestellt sind. Dann erstrahlte sie plötzlich in ihrer ganzen Schönheit, die Frauenkirche. Der Turmaufstieg bot sowohl den Blick in den Innenraum der Kirche als auch einen faszinierenden Rundblick von oben auf die Stadt. Gefangen genommen von der Pracht der Gestaltung und Bemalung des Innenraumes, bis zu den Emporen und im besonderen der Altar mit der Orgel war die lange Wartezeit schnell vergessen. Frisch gestärkt und bei immer besser werdendem Wetter sollte die Bastei erklommen werden. Eine Gruppe wählte den Wanderweg von Wehlen über den Steineren Tisch, während die anderen von Rathen über die Basteibrücke oben ankamen. Dort wurde wieder einmal klar -Venner trifft man überall- und mit einem lauten „Hallo“ grüßten die Tischtennissportler Hartmut und Christa, die mit ihrer Tochter einen Kurzurlaub genossen. Die fast 1000 Stufen durch die „Schwedenlöcher“ hatten alle für die bergab gehende Rücktour gewählt. Gemütlich mit einer Schifffahrt auf dem Raddampfer begann die Tour zur Festung Königstein. Bevor uns der neue Panoramaaufzug vom Eingang auf die Festung brachte, war wieder die Kondition beim Aufstieg gefordert. Die im Jahr 1241 erstmal urkundlich erwähnte Burganlage umfasst ein Gelände von 9,5 ha und ist mit einer 2,2 km langen Mauerkrone umgeben. Immer wieder ein fantastischer Ausblick auf die Sächsische Schweiz mit dem gegenüber der Festung liegenden Lilienstein.
Dann wurde uns ein architektonisches Wunderwerk demonstriert. In den Jahren 1563-69 ließ der Kurfürst August von Freiberger Bergleuten einen 152,5 m tiefen Brunnen in den Sandstein bauen. Über 48 Leitersysteme, nach jeweils 5 Leitern mit einer Plattform, erfolgte sowohl der Abtransport des Gesteins wie auch des sich ansammelnden Wassers. Bevor die Technik Einzug hielt mussten 287 Jahre lang 4 Männer in einem Laufrad täglich 28800 Schritte tun, um das Wasser nach oben zu befördern. Bei der Demonstration konnte auf einem Monitor die Wasserbeförderung genau verfolgt werden; ebenso die Tatsache, dass es 16 Sekunden dauert, bis der Inhalt eines Glases unten ankommt. Als wir am letzten Tag, dann noch den Film „Dresden damals und heute“ sahen, da begriffen wir „Die Perle des Barocks“ ist untergegangen und verstanden was Gerhard Hauptmann im März 1945 sagte: „Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens“. Umso bewundernswerter was in den Jahren wieder aufgebaut wurde und mit der Frauenkirche hat Dresden nun sein Gesicht wieder bekommen.
Neben den vielen Eindrücken kam natürlich die Geselligkeit und der Spaß nicht zu kurz. In unserer tollen Truppe hatten wir sogar ein Geburtstagskind dabei.
Edeltraut Menke
Veröffentlicht am Dienstag, den 30. Mai 2006 um 13:25 Uhr
