Edeltraut Menke und Werner ElstrodtTischtennis: Nach über 30 Jah­ren im Vor­stand der Tisch­ten­nis­ab­tei­lung muss die neue Orts­bür­ger­meis­te­rin aus Zeit­grün­den nun bei der Ar­beit für „ih­ren Sport“ kür­zer­tre­ten

Edel­trauts En­ga­ge­ment für den Ven­ner Tisch­ten­nis­sport reicht bis in die Ta­ge kurz nach Grün­dung der Ab­tei­lung im Jahr 1964 zu­rück. Von 1967 an war ihr Ste­cken­pferd zu­nächst vor al­lem die 1. Da­men, die sie und ih­re Mit­spie­le­rin­nen bis in die Ver­bands­li­ga brach­ten. Drei- bis vier­mal Trai­ning in der Wo­che – und das nicht nur in Ven­ne – wa­ren da­mals für die ehr­gei­zi­gen Da­men ein selbst­ver­ständ­li­cher Zeit­auf­wand. Bis weit in die 90er hinein war Edeltraut noch am Tisch im TSV-Trikot aktiv. Es folg­ten Jah­re als Ju­gend­be­treue­rin und schließ­lich zu Be­ginn der 80er Jah­re ei­ne Zeit als Ab­tei­lungs­lei­te­rin. Kurz dar­auf wech­sel­te sie in das Amt der stell­ver­tre­ten­den Ab­tei­lungs­lei­te­rin und war fort­an mit Ab­tei­lungs­lei­ter Wer­ner El­strodt für das Ge­schick von im­mer mehr Tisch­ten­nis­spie­lern ver­ant­wort­lich, die Jahr für Jahr den Weg nach Ven­ne fan­den.

Edeltraut Menke und Werner ElstrodtIn der Ab­tei­lungs­ver­samm­lung am ver­gan­ge­nen Diens­tag war es denn auch Wer­ner El­strodt (rechts im Bild), der bei Edel­trauts Ver­ab­schie­dung über die Hö­hen und Tie­fen der ge­mein­sa­men Zeit be­rich­ten konn­te. Auch auf ihre Arbeit im Vorstand des Tischtennis-Bezirks Weser-Ems ging er dabei ein. Edel­traut selbst blick­te eben­falls kurz zu­rück, dann je­doch – ei­gent­lich un­ge­wöhn­lich für ei­nen Ab­schied – um­so län­ger in die Zu­kunft der Ab­tei­lung. Al­lein das be­stä­tig­te, was sie kurz zu­vor noch ge­sagt hat­te: "Tisch­ten­nis bleibt mein Sport!"

In ih­rem Blick nach vorn er­mun­ter­te sie den Nach­wuchs, sich häu­fi­ger mit neu­en ei­ge­nen Ide­en in die Ver­eins­ar­beit ein­zu­brin­gen, um das An­se­hen der Tisch­ten­nis­ab­tei­lung im Alt­kreis Witt­la­ge, in Ven­ne und im TSV wei­ter­hin hoch­zu­hal­ten. Ein Wunsch, der in un­se­rer Ab­tei­lung hof­fent­lich viel Ge­hör fin­det, da­mit das, was Edel­traut in den letz­ten Jahr­zehn­ten mit auf­ge­baut hat, nicht ver­lo­ren geht, son­dern – im Ge­gen­teil – wei­ter vor­an­ge­trie­ben wird. Sie selbst wird die­se Ent­wick­lung nun eher aus dem Hin­ter­grund be­ob­ach­ten, wäh­rend sie sich in ih­re neue Auf­ga­be als Orts­bür­ger­meis­te­rin stürzt – wie wir sie ken­nen: mo­ti­viert und mo­ti­vie­rend, mit zwei of­fe­nen Oh­ren für die kon­kre­ten Sor­gen ih­rer „Schütz­lin­ge“ und nie um pas­sen­de Wor­te für je­den An­lass ver­le­gen.

Und wie geht es beim Tisch­ten­nis nun oh­ne sie wei­ter? Wer kann in solch gro­ße Fuß­stap­fen tre­ten? Da müs­sen wohl gleich zwei paar Stie­fel ran! Als neue stell­ver­tre­ten­de Ab­tei­lungs­lei­ter wur­den Björn Bütt­ner und Jo­nas Kös­ter bei ei­ge­ner Stimm­ent­hal­tung ein­stim­mig ge­wählt. Wer­ner El­strodt wur­de als Ab­tei­lungs­lei­ter eben­so be­stä­tigt wie Chris­ti­an Mül­ler im Amt des Ju­gend­warts. Birthe Men­ke und San­dra Hems­ath zie­hen sich als sei­ne Stell­ver­tre­ter hin­ge­gen zu­rück. Auch ih­nen sei an die­ser Stel­le für ihr jah­re­lan­ges En­ga­ge­ment beim Ju­gend­trai­ning, den Frei­zei­ten und der Be­treu­ung von Mann­schaf­ten ge­dankt.

Jonas Köster am Mittwoch, den 31. März 2010 um 18:13 Uhr